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Was ist SEO? Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung: Was ist SEO und wie lässt sich SEO nutzen?

Mit SEO steht und fällt der Erfolg bei Suchmaschinen wie Google. Doch was versteht man eigentlich unter Suchmaschinenoptimierung? Und wie kann man mit SEO Maßnahmen die eigene Erfolgsquote verbessern?

Was ist Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Bei der Suchmaschinenoptimierung handelt es sich um eine Methode des Online Marketing. Mittels SEO soll die Sichtbarkeit der eigenen Webseite bei den Suchmaschinen erhöht werden. Diese Funktion steckt schon im Namen. Ausgeschrieben steht SEO für Search Engine Optimization. Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Arten von SEO: On Page SEO und Off Page SEO.

Unter dem Begriff Suchmaschinenoptimierung fasst man alle Maßnahmen zusammen, die für eine hohe Position der Webseite in den Rankings von Google und anderen Suchmaschinen sorgen. Diese wiederum begünstigt den Traffic der Webseite und dehnt die Reichweite aus. Zum Wirkungsbereich der Suchmaschinenoptimierung gehört nicht nur der textuelle Content auf der Webseite, sondern auch Nachrichten und Bild- sowie Videomedien. Bei der auf Google zugeschnittenen Optimierung unterscheidet man somit:

  • Herkömmliche SEO
  • Bild SEO
  • News SEO
  • Voice Search SEO

Die Bedeutung von SEO

Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist die Bedeutung der Suchmaschinenoptimierung in einem steten Wachstum begriffen. Heutzutage ist SEO eine der wichtigsten Subkategorien des Online Marketing, wenn nicht sogar die wichtigste.

Gleichzeitig ist die Bedeutung von Google als Produktsuchmaschine seit Beginn des letzten Jahrzehnts gesunken. E-Commerce-Anbieter wie Amazon verzeichnen wesentlich mehr Suchanfragen für Produkte als Google.

Lässt sich hieraus ein Negativtrend erkennen? Das ist keineswegs der Fall. Die Wertigkeit des Google Ranking mag sich durch den Aufstieg von E-Commerce und Social Media gewandelt haben. Grundsätzlich ist die Bedeutung von Suchmaschinen und Suchmaschinenoptimierung nie größer gewesen. Mittelfristig wird SEO also weiterhin für alle eine wichtige Rolle spielen, die sich erfolgreich im Internet positionieren möchten

Warum SEO so wichtig ist:

Im digitalen Zeitalter ist die Sichtbarkeit im Internet eine der wichtigsten Voraussetzungen für bleibenden Erfolg. Suchmaschinen werden auch heute noch von Milliarden Menschen täglich aufgerufen, um Informationen zu sammeln und sich im World Wide Web zu orientieren. Als Recherchemethode ist Google nach wie vor einsame Spitze. Mittels Sucheingaben lassen sich schnell Informationen zu den verschiedensten Themengebieten beschaffen.

Deshalb führt auch der Weg von potenziellen Kunden in vielen Fällen über Google als Zwischenschritt zum Unternehmen. Im Verlauf der Customer Journey kommt es früher oder später zum Kontakt mit einer Suchmaschine. Sowohl potenzielle Kunden ohne tatsächlichen Kaufwunsch als auch entschiedene Interessenten mit konkretem Bedarf bedienen sich Google und Co. als zentralem Orientierungspunkt bei der Kunden reise.

Das Suchmaschinenmarketing mit seinen beiden Methoden SEO und SEA kann hinsichtlich seiner Bedeutung kaum überschätzt werden

seo factors

Verwirrende Begriffe: Was sind SEO, SEA und SEM?

SEM

SEM steht als Abkürzung für das Suchmaschinenmarketing, aus dem Englischen Search Engine Marketing. Es gibt unterschiedliche Definitionen für SEM. Heutzutage fasst man das Suchmaschinenmarketing jedoch als Oberbegriff für alle Maßnahmen in den Bereichen SEO und SEA auf.

SEA

SEA (Search Engine Advertising, zu deutsch Suchmaschinenwerbung) umfasst vor allem Werbeanzeigen, die sich ganz oben auf der ersten Seite der Suchergebnisse wiederfinden. Sie sind mit Kosten verbunden und können ohne Optimierung des Content eine hohe Position der Schalte gewährleisten. Man bezeichnet die Suchmaschinenwerbung auch als Keyword Advertising.

SEO

Beim SEO geht es dagegen um Verbesserung im Hinblick auf die Inhalte, die Struktur, die technischen Daten und das Layout der Webseite. SEO Maßnahmen sorgen dafür, dass die Relevanz der Webseite steigt und diese für die Keywords der Zielgruppe hoch rankt. SEO ist in Eigenregie kostenfrei und verbessert anders als SEA die Position in den organischen Suchergebnissen.

Wie sieht die Zielsetzung von SEO aus?

Suchmaschinenoptimierung zielt primär auf eine verbesserte Sichtbarkeit ab. Dies soll durch einen Aufstieg in den organischen Suchergebnissen zu relevanten Suchbegriffen und Keywords erreicht werden. Hierzu ist es auch wichtig, den Snippet ansprechend und informativ zu gestalten. Anschließend kommt es im Idealfall zu einer gesteigerten Klickrate und mehr Traffic auf der Seite.

Um den Zustand bzw. Erfolg der eigenen Webseite zu bewerten, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten SEO-Kennzahlen bzw. KPIs, darunter:

  • keywordspezifische Sichtbarkeitsindizes
  • Klickraten des Snippet
  • Click-Through-Rate
  • Absprungraten
  • Verweildauer
  • Rankingperformance pro SERP nach verschiedenen Keywords
  • Gesamtmenge der Suchmaschinenuser
  • Position im Ranking in Bezug auf ein einzelnes Keyword
  • u.v.m

Dagegen sind allgemeine Sichtbarkeitsindizes, wie Sie von Tools wie Sistrix, XOVI oder Searchmetrics angeboten werden, oftmals zu unspezifisch. Sowohl die Aussagekraft als auch die Analysekriterien werden kritisiert.

Suchmaschinen und Content

Es gibt nicht nur Suchmaschinen, um nach Content zu recherchieren. Die Bandbreite von Suchoptionen ist heutzutage groß. Zu den beliebtesten Anlaufstellen gehören:

  • Google-Index (Google, T-Online, web.de)
  • Bing-Index (Bing, AOL)
  • Yahoo
  • Amazon
  • XING
  • Voice Search Devices
  • Youtube

suchmaschinenoptimierung 1

Grundsätzlich haben die Marktführer Google und Bing heute noch das größte Aufkommen an Suchanfragen. Digital Search Devices, Produktsuchmaschinen und Videoplattformen gewinnen jedoch bei der Informationsbeschaffung an Bedeutung. Für eine sinnvolle und zielführende Strategie ist es wichtig, die Suchroutine der eigenen Zielgruppe zu kennen. Nur so können der optimale Aufbau und eine vielversprechende Distribution von Content gewährleistet werden. Touchpoints mit der Zielgruppe unterscheiden sich in vielen Hinsichten. Dabei sind die folgenden Kriterien zu beachten:

  • Zielgruppe (Alter, Geschlecht, Beruf etc.)
  • Zielsetzung
  • Branche
  • Reichweite des E-Mail-Verteilers
  • Sendungsstärke der eigenen Social-Media-Kanäle
  • Content-Format
  • Push-Content oder Pull-Content
  • Thematische Domain-Autorität
  • Beliebtheit, Präsenz und Image der Marke

Trotz der Verschiedenheit von Domains und Unternehmen gibt es einige allgemeine Richtlinien, die man beim SEO befolgen sollte. Eine wichtige Erkenntnis für mehr Erfolg im Internet besteht in der Verlagerung auf viele verschiedene Kanäle und Instrumente. Die einseitige Nutzung nur eines Kanals beschneidet das Unternehmen und schränkt die Erfolgsquote dramatisch ein. Dagegen hat es sich bewährt, die Last auf mehrere Schultern (Google, Youtube, Social Media und Co.) zu verteilen. Ein flexibles Vermarktungsmodell hat wiederum positive Auswirkungen auf die Reputation bei den Suchmaschinen und begünstigt eine gute Auffindbarkeit der Seite.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserem Beitrag zu Content-Distribution.

Die Unterschiede von taktischem und strategischem SEO

In der Regel spricht man heutzutage von SEO als einheitlichem Begriff. Eigentlich verbergen sich hinter der Abkürzung jedoch zwei verschiedene Ebene, die erst im Wechselspiel das bekannte SEO bilden.

1. Strategische Suchmaschinenoptimierung
2. Taktische Suchmaschinenoptimierung

Taktisches SEO

Zum Bereich des taktischen SEO gehört in erster Linie die Optimierung von Content. Teil des contentbasierten SEO sind die Verwendung von Keywords in Inhalten auf der Webseite und die Präsentation eines bündigen Snippet. Duplicate Content soll vermieden werden. Außerdem zählt man technische Verbesserungen zur Beachtung gültiger Crawling- und Indexierungsstandards dazu.

Strategisches SEO

Zum strategischen SEO gehören Maßnahmen, mit denen man eine digitale Entität für Google erzeugt. Google erfasst Entitäten als digitale Abbilder. Ein digitales Abbild ist zum Beispiel eine Webseite. Diese soll mit internen und externen Signalen hinsichtlich ihrer Relevanz wachsen und an Autorität gewinnen.

Mittlerweile führen neue Entwicklungen wie der Knowledge Graph, die Panda- und Penguin-Updates und der Hummingbird-Algorithmus dazu, dass strategisches SEO immer wichtiger wird. Moderne Suchmaschinenoptimierung umfasst die folgenden Themengebiete:

  • Seitenstruktur und Seitenhierarchie
  • Off Page Optimierung
  • Contenterstellung und -optimierung
  • Ladezeiten
  • Suchmusteroptimierung
  • Steuerung des Nutzerverhaltens
  • Linkbuilding

Viele dieser Faktoren und Maßnahmen sind sowohl für strategisches als auch für taktisches SEO relevant. Eine genaue Unterscheidung, z.B. beim Linkaufbau oder beim Content Marketing, ist nicht immer leicht.

Webseitenprobleme: SEO als Lösung

Viele Webseiten beklagen zu wenig Traffic und eine schwache Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Aus SEO-Sicht beruhen solche Mängel oftmals auf wiederkehrenden Fehlerquellen. Die häufigsten sind:

  • Mangelhaftes Linkbuilding
  • Die noch nicht erfolgte Indexierung einer neuen Webseite
  • Ineffizenter Seitenaufbau
  • Misslungenes Crawling wegen Blockaden in der robots.txt
  • Fehlermeldungen wegen misslungener HTML-Formatierung
  • Duplicate Content
  • Irrelevante Inhalte
  • Inhalte ohne Bezug zur Zielgruppe
  • Keine Mobile Friendliness

Aufgabenbereiche des taktischen SEO

Taktisches SEO beschäftigt sich vorrangig mit der Verbesserung des Contents und des technischen Rahmens. Dies sorgt dafür, dass Crawling und Indexierung gelingen. Weitere Anwendungsbereiche sind Teile des Linkbuilding und der Off Page Optimierung sowie die Abstimmung auf das Nutzerverhalten.
Wie mit technischem SEO Crawling und Indexierung verbessert werden können

Technisches SEO ist einer der wichtigsten Faktoren für eine tadellose Erfassung (Crawling) und Speicherung (Indexierung) der Inhalte. Hiermit gewährleistet man einen schnellen und problemfreien Abruf der Webseite.

Beim Crawling durchforsten Suchmaschinen-Bots oder Crawler das Internet nach Content. Die Bots suchen über Links, Domains und URLs nach Inhalten. Bei der Suche orientieren sie sich an Sucheingaben über den Browser bzw. in der Search Console.

Außerdem müssen die Inhalte durch Parsing auf die Indexierung vorbereitet werden. Als letzter Schritt folgt das Rendering. Beim Rendering werden die gespeicherten Inhalte so modifiziert, dass sie dem Bild entsprechen, das der User sieht. Dazu gehören Übersetzungen in HTML, CSS und Java.
Welche Fehler treten beim technischen Aufbau einer Seite auf?

Mit technischem SEO sollen Fehler bereinigt und die Webseiteninhalte einwandfrei dargestellt werden. Nur so können Webseitenbetreiber sicherstellen, dass Crawling und Indexierung gelingen.

Die häufigsten Fehler im Überblick:

  • Fehler in der Robots.txt
  • Mängel bei der internen Verlinkung
  • ungenügende Übersetzung von wichtigen Inhalten in Java Script
  • Fehlerhafte Statuscodes (z.B. 302 statt 301)
  • Crawling und Indexieren von unwichtigen Inhalten

suchmaschinenoptimierung 2Daraus ergeben sich die folgenden Anwendungsfelder und Maßnahmen in der technischen Suchmaschinenoptimierung:

  • Bereitstellung und Pflege einer XML-Sitemap
  • Verhindern von Duplicate Content (z.B. durch die Nutzung von Canonical Tags)
  • Indexierungssteuerung und Crawlingsteuerung
  • stetige Kontrolle der URL und Beseitigung von 404-Fehlerseiten
  • Kontrolle der Weiterleitungen und ggf. Optimierung
  • Anpassung und Pflege der robots.txt
  • Webseitenhygiene
  • PRG-Patterns zur Crawlingverhinderung interner Verlinkungen
  • regelmäßige Analyse und Steuerung der von Google und Co. indexierten Seiten
  • Verwendung der Meta Robots Angaben noindex bzw. index (Vermeidung von Duplicate Content)

Oberflächenoptimierung durch technische SEO zur Verbesserung der User Experience

Das Nutzerverhalten korrespondiert mit der technischen Seitenstruktur. Um Nutzersignale zu verbessern, sollten folgende Faktoren optimiert werden:

  • Ladezeiten
  • Usability
  • Conversion
  • Endgeräte (Mobile Friendliness)

Haben Nutzersignale Auswirkungen auf das Ranking?

Mittlerweile hat Google klargestellt, dass Nutzersignale das Ranking nicht direkt beeinflussen. Dies kollidiert mit der lange vorherrschenden Annahme, dass mit der Optimierung des Nutzerverhaltens beinahe alle Probleme im Bereich SEO gelöst seien. Laut John Müller von Google handelt es sich bei der Wechselwirkung zwischen Nutzerverhalten und Position im Ranking jedoch um einen indirekten Effekt.

Google Analytics sind laut einem Interview mit John Müller nicht bei der Entstehung des Rankings involviert. Es wird auch nicht getestet, wie viele Benutzer wann eine Seite aufgerufen und wieder verlassen haben. Absprungrate und Verweildauer sind individuelle Werte, während Google vor allem die eigenen Algorithmen testet.

Grundsätzlich hält sich Google bei der Offenlegung der einzelnen Parameter für das Ranking bedeckt. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass Klickrate und Verweildauer sich letzten Endes (direkt oder indirekt) auf das Ranking auswirken. Eine Verbesserung der beiden Rahmenbedingungen lohnt sich also weiterhin.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand beim Verhältnis zwischen Nutzersignalen und Position im Ranking gibt es im Beitrag Sind Nutzersignale & Nutzerverhalten Rankingfaktor/ Rankingsignal? Welche Aufgaben hier sowie in anderen Bereichen auf einen SEO-Manager zukommen, wird im folgenden Artikel beschrieben: SEO-Aufgaben: Was macht ein SEO-Manager?

Diversifikation der SEO-Strategie

SEO wird vor allem mit der Sichtbarkeit bei Google, der unangefochten wichtigsten Suchmaschine der Welt, in Verbindung gebracht. Suchmaschinenoptimierung bezieht sich jedoch nicht nur auf den Marktführer. Auch bei anderen Suchsystemen wie Bing, Baidu, Amazon, XING, jameda, Yandex (um nur einige zu nennen) schlagen SEO Maßnahmen an und lohnen sich.

SEO umfasst heutzutage folglich nicht mehr nur Maßnahmen, um die Position bei Suchmaschinen (und hier vor allem Google) zu verbessern. Mit Teildisziplinen wie Amazon SEO und App SEO haben sich neue Bereiche unter dem Oberbegriff Suchmaschinenoptimierung herausgebildet. Zwar können die Effekte auf den Erfolg noch nicht mit Google-SEO mithalten. Die Bedeutung wächst jedoch. Es ist wichtig, sich nicht auf einen Anbieter zu spezialisieren. Diese Abhängigkeit macht angreifbar und schränkt die eigenen Optionen ein. Je nach Geschäftsmodell kann auch ein anderer Fokus als Google angeraten sein

Die Grundlagen von SEO

Wie funktionieren Suchmaschinen Google und Bing?

Google und Bing sind gefragter als andere Suchmaschinen, weil sie sich von den simplen Algorithmen abheben. Die Rankingalgorithmen orientieren sich an vielen verschiedenen Faktoren und funktionieren mehrdimensional. Das Ranking der Suchergebnisse setzt sich aus vielen verschiedenen Kriterien auf Grundlage der Textanalyse zusammen. Google und Bing ähneln sich durch ihr vielschichtiges Rankingsystem. Die einzelnen Faktoren wie zum Beispiel Off Page Optimierung durch Linkbuilding können voneinander abweichen.

Die Relevanz von Content wird anhand von textanalytischen Verfahren und des Linknetzwerks ermittelt. Aus der Wertung ergibt sich dann eine Hierarchisierung der Webseiten in einem Ranking. Darüber hinaus berechnet Google aber auch die Nützlichkeit der Inhalte für den individuellen Nutzer. Mit Hilfe des Algorithmus Rankbrain untersucht Google, welche Intention hinter einem Suchterm steckt. Dies hilft bei der semantischen Einordnung der Suchanfragen, sodass aus Suchbegriffen auf das eigentliche Interesse geschlossen werden kann.

Google bezieht in seine Algorithmen auch die persönlichen Umstände des Nutzers ein. Dies verdeutlicht beispielsweise der Umgang mit lokalem SEO. Hierbei werden der Standort und die Art des verwendeten Endgerätes als Rankingfaktoren integriert. Am Ende der Erhebung persönlicher Daten stehen personalisierte Suchergebnisse für jeden User aufgrund der Suchhistorie, des Klickverhaltens, des Standorts und der Interessengebiete.

Nachfolgend eine grafische Aufbereitung der Entstehung von Retrieval, Scoring und Ranking bei Google:

suchmaschinenoptimierung 3Welche Rankingfaktoren sind für Google besonders wichtig?

Laut eigener Aussage fließen bei Google über 200 verschiedene Rankingfaktoren in die Bewertung ein. Aus diesen ergibt sich die Position im Ranking. Die genauen Bestimmungen und Gewichtungen bleiben dabei unklar. Die meisten Experten sind sich jedoch einig, dass sie je nach Suchanfrage und Thema variieren. Google hat bislang die folgenden Faktoren bestätigt:

  • Content
  • Linknetzwerk
  • Rankbrain
  • Ladezeiten
  • Mobile Friendliness
  • Nennungen der Marke in relevanten Medien
  • Popularität und Bekanntheit

Darüber hinaus kommt auch dem jeweiligen Kontext der Suchanfrage Bedeutung zu. Dieser beruht auf den persönlichen Daten, Voraussetzungen und Vorlieben des jeweiligen Users:

  • Bisherige Suchhistorie
  • Standort
  • Endgeräte
  • Klickhistorie in Bezug auf die Suchergebnisse

Ausgehend von unseren Erfahrungen der letzten Jahre können auch folgende Faktoren als relevant für das Google Ranking gelten:

  • Suchmuster bzw. Suchkombinationen (z.B. Brand und Thema)
  • Kookkurrenzen von Brand und Thema

Google kümmert sich als Suchmaschinen darum, dass User relevante Inhalte zu ihren Suchanfragen präsentiert bekommen. Die Relevanz wiederum basiert auf:

  • Reputation bzw. Trust der Domain bzw. Quelle
  • Autorität der Domain bzw. Quelle
  • Popularität der Domain bzw. Quelle
  • Zweck des Content
  • Expertise des Content
  • Erreichbarkeit des Content

Die wichtigsten Rankingfaktoren für Google sind also, zumindest nach heutigem Wissen, die Relevanz der Inhalte in Wechselwirkung mit den Suchintentionen der Zielgruppe sowie der Trust der Domain.

Suchmaschinenoptimierung früher und heute

Die Geschichte des SEO vollzieht sich vor allem durch Weiterentwicklungen der Suchmaschinen sowie die Einführung von neuen Updates. Google hat die Ausrichtung der Suchmaschinen mit einer Vielzahl an Updates, darunter Panda- und Penguin-Updates, Hummingbird-Update, Exact Match Domain Update, Caffeine-Update und Vince-Update, geprägt. Seit 2015 schweigt Google zu den Algorithmus-Updates. Die Öffentlichkeit ist demnach auf sich alleine gestellt. Hier ein Überblick über die bislang offiziell bestätigten Updates von Google (Quelle: Sistrix):
Seit 2015 gibt Google keine offiziellen Stellungnahmen zu Algorithmus-Updates mehr an. Hier eine Übersicht der  offiziell bestätigten Google-Updates (Quelle: Sistrix)

2015 Google Panda Update 4.2
2015 Google Core Algorithmus Update (Phantom Update)
2015 Google Mobile-Friendly Ranking-Faktor Update
2014 Google Pirate Update 2.0
2014 Google Penguin Update 3.0
2014 Google Panda Update 4.1
2014 Google HTTPS Ranking-Faktor Update
2014 Google Payday Loan 3.0 Update
2014 Google Panda Update 4.0
2014 Google Payday Loan 2.0 Update
2014 Google Page Layout Update #3 (Ads Above The Fold)
2013 Google Penguin Update 2.1
2014 Google Hummingbird Update
2013 Google Payday Loan Update
2013 Google Penguin Update 2.0
2012 Google Page Layout Update #2 (Ads Above The Fold)
2012 Google Exact-Match Domain (EMD) Update
2012 Google DMCA Penalty
2012 Google Penguin Update
2012 Google Venice Update
2012 Google Page Layout Algorithm Update (Ads Above The Fold)
2011 Google Freshness Update
2011 Google Expanded Sitelinks Update
2011 Google Panda Update
2010 Google Caffeine Update
2010 Google May Day Update
2009 Google Vince Update (Brand Update)
2008 Google Dewey Update
2007 Google Buffy Update
2005 Google Big Daddy Update
2005 Google Jagger Update
2005 Google Gilligan Update
2005 Google Bourbon Update
2005 Google Allegra update
2004 Google Brandy Update
2004 Google Austin update
2003 Google Florida update
2003 Google Fritz update
2003 Google Esmeralda update
2003 Google Dominic Update
2003 Google Cassandra update
2003 Google Boston update
2002 1. Documented Google Update

FAQ zum Thema Suchmaschinenoptimierung

Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung?

SEO umfasst alle Maßnahmen, die dabei helfen, die Position einer Domain im Suchmaschinenranking anzuheben. Dazu gehören Verbesserungen des Content, der Metatags, der robots.txt, der internen Verlinkung sowie der htaccess-Datei. Zusammen bilden diese Maßnahmen die On Page Optimierung. Externe Maßnahmen wie das Linkbuilding gehören zum Off Page SEO.

Was versteht man unter On Page SEO?

On Page SEO bezieht sich direkt auf die Qualität und Sichtbarkeit der Webseite. Die Domain soll einwandfrei gecrawlt werden können und indexierte, SEO-relevante Inhalte anbieten. Wichtige Pfeiler der On Page SEO sind:

  • Technische SEO
  • Effiziente Informationsstruktur
  • Unique Content mit Suchmaschinenrelevanz

Was versteht man unter Off Page SEO?

Off Page Optimierung umfasst die Erzeugung von Off Page Signalen zur Verbesserung der Autorität. Der Webseitenbetreiber baut Transportwege, Kanäle und Bezugspunkte zur eigenen Domain auf. Wichtige Elemente des Off Page SEO sind:

  • Hochwertige Backlinks
  • Nennungen der Brand
  • Abstimmungen auf das Suchvolumen von Brand-Keywords
  • markenbezogene Suchmuster

Was gehört zu einem erfolgreichen Linkbuilding?

Linkaufbau ist ein wichtiger Teil des Off Page SEO. Hierunter fasst man alle Maßnahmen zusammen, mit denen ein starkes Backlinknetzwerk für die Domain aufgebaut werden kann. Zum Beispiel:

  • Broken Linkbuilding
  • Erstellung und Platzierung von Linkbaits
  • Linkerwerb
  • Partnerschaften mit anderen Webseiten

Was sind SEO-Marketing und SEO-Optimierung?

Manchmal stolpert man im Internet über diese zwei Begriffe als Alternative für Suchmaschinenoptimierung. Tatsache ist jedoch: Es gibt sie gar nicht wirklich. Sie sind redundant. SEO gehört zum Online-Marketing, sodass SEO-Marketing ein unsinniger Begriff ist. Und SEO-Optimierung bedeutet schlichtweg Suchmaschinenoptimierung-Optimierung.

Was sind Black-Hat-SEO und White-Hat-SEO?

Black-Hat-SEO zeichnet sich durch früher beliebte und häufig benutzte Methoden wie Keyword-Stuffing, Scraping, reziproke Linknetzwerke, Cloaking und Doorway Pages aus. Heutzutage gelten diese qualitativ wertlosen Methoden als Manipulationen ohne Mehrwert für den User. Google sanktioniert diese mittlerweile und hat Richtlinien erlassen, die Black-Hat-SEO verringern sollen. White-Hat-SEO dagegen folgt den Richtlinien von Google.

Was sind SEO-Texte?

SEO-Texte stellen Content dar, der mit Hilfe von Keywords und Textstruktur auf Suchmaschinen reagiert. Dabei ist es heutzutage jedoch unerlässlich, auf die Qualität und den Informationsgehalt zu achten. Erst im zweiten Schritt erfolgt SEO als Veredelung des Textes.

Wann kann man mit den ersten Ergebnissen durch SEO rechnen?

Der Zeitrahmen bemisst sich zunächst einmal anhand der Autorität einer Domain. Verfügt diese über genügend Trust, muss sie keine Anstrengungen mehr in die Vertrauensarbeit investieren. Suchmaschinen gehen davon aus, dass die Webseiten sich grundsätzlich für die erste Seite der Suchergebnisse eignen. Dementsprechend gelingt die Übersetzung von SEO Maßnahmen in einen Aufstieg bei Google eventuell schon nach wenigen Tagen.

Anders verhält es sich bei neuen Webseiten ohne Vertrauensvorschuss. Hier kann es passieren, dass Monate bis zu den ersten Effekten vergehen. Thematische Autorität ist teilweise eine Aufgabe für mehrere Jahre. Daher ist es wichtig, beim Aufbau einer SEO-Strategie geduldig zu sein und mindestens 6 Monate mit einer ersten Bestandsaufnahme zu warten.

Für wen ist SEO wichtig?

Wie wichtig SEO ist, richtet sich nach den Anforderungen eines Unternehmens. Eine hohe Position und die daraus resultierende gute Sichtbarkeit einer Webseite lohnt sich vor allem für Unternehmen mit einer webaffinen Zielgruppe, die Informationen zu Produkten und Dienstleistungen per Google und Co. bezieht. Darüber hinaus gilt es, das Suchverhalten von Partnerunternehmen, Influencern, Neukunden und Bestandskunden zu analysieren. Wenn die Mehrheit der Stakeholder auf Google als vorrangiges Rechercheinstrument zurückgreift, ist SEO ein unschätzbar wertvoller Kanal.

Wie viel kosten SEO Maßnahmen?

Natürlich gibt es keine allgemeine Musterrechnung für die jeweiligen Maßnahmen. Bislang hat sich kein einheitlicher Katalog gebildet. Dennoch kann man sich an den folgenden Punkten orientieren:

  • Die Kosten hängen von dem Zustand, der Zielsetzung, der Branche und der ortsbezogenen Ausrichtung (lokal, national, international) der Webseite ab
  • SEO unter 1000 Euro pro Monat für eine Kooperation über mindestens 6 Monate ist höchstwahrscheinlich unrentabel
  • Die Kosten für eine einjährige Betreuung starten bei 10.000 Euro mit eventuellen Ausreißern nach unten
    On Page Optimierung von Content, User Experience und technischem Rahmen ist am teuersten
  • Kurzfristige bzw. probeweise Maßnahmen beginnen bei einem Mann-Tag (ca. 8 Stunden); Die Kosten rangieren ausgehend von Stundensatz und Umfang zwischen 700 und 5000 Euro
  • Monatsflatrates für wenige hundert Euro sind in der Regel nicht mit einer Identifikation und Hingabe des Partners verbunden; diese starten ab zwei Mann-Tagen pro Monat

Kann man SEO selbst erlernen?

Grundsätzlich kann man bei der Suchmaschinenoptimierung das Heft auch selbst in die Hand nehmen. Google versorgt Interessenten mit einer Vielzahl an Lehreinheiten. Darüber hinaus kann man viele gute Blogs, Seminare und Konferenzen bei der Erarbeitung von Expertenwissen nutzen. Unter den vielen guten gibt es jedoch auch einige schwarze Schafe. Der SEO-Bereich ist leider auch geprägt von einer Vielzahl umstrittener Meinungen und unbewiesener Vermutungen. Daher sollte man sich zur Orientierung erst einmal auf die Google-Quellen verlassen. Erst wenn ein Fundament gelegt wurde, gelingt die Bewertung und Einordnung von Informationen aus Seminaren und Konferenzen. Im Zweifelsfall gilt: Googles Aussagen bevorzugen!

Wer gute internationale SEO-Blogs sucht, erhält im Beitrag Die 41 besten SEO-Blogs zum Thema Suchmaschinenoptimierung eine gute Übersicht.

Bekannte SEO-Konferenzen (kleiner Ausschnitt:

  • SEOCampixx (Berlin)
  • SEOkomm (Salzburg)
  • SMX (München)
  • OMT (Wiesbaden)

Ist eine SEO-Agentur wirklich nötig?

Hierauf gibt es nur individuelle Antworten. Manche Webseitenbetreiber schaffen es, Kompetenz zu erwerben und die SEO Maßnahmen selbst zu managen, andere brauchen Hilfe. Grundsätzlich gilt es, folgende Umstände zu bewerten:

  • Zeitliche und finanzielle Ressourcen
  • Intrinsische Motivation
  • Eigene Kompetenzen

Vor- und Nachteile des Inhouse SEO

Vorteile:

  • Vollzeitbeschäftigung
  • evtl. intrinsische Motivation
  • enge Verflechtung der hauseigenen Abteilungen wie IT, PR, Marketing, Redaktion usw.
  • evtl. direkte Handhabe des CMS
  • Klare Vorstellungen von Branche, Zielgruppe und Themen

Nachteile:

  • eventuell höhere Kosten als mit SEO-Agentur
  • keine Impulse von außen (Betriebsblindheit)

Viele Unternehmen setzen auf eine Kombination von Inhouse-SEO und einer Kooperation mit SEO-Agentur. Dabei kümmert sich die SEO-Agentur zum Beispiel nur um Spezialbereiche wie Linkbuilding.

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